Barcode-Lesegerät

Das Barcode-Lesegerät ist ein kostenloses Tool, das die in einem Barcode-Bild codierten Daten ausliest und als Text anzeigt.
Welche Informationen kann ein Barcode enthalten?
Ein Barcode kann eine Kennung, einen kurzen Text oder, je nach Barcode-Format, strukturierte Daten wie eine Webadresse enthalten. Die Striche, Lücken oder Zellen stellen die Daten dar, die nach den Regeln der jeweiligen Symbologie codiert sind. Weitere Informationen zum zugehörigen Artikel sind nicht automatisch enthalten.
- EAN-13 und UPC codieren in der Regel Produktnummern für den Einzelhandel. Ein Geschäft oder eine Produktdatenbank verwendet diese Nummer, um die Beschreibung, den Preis und den Lagerbestand abzurufen.
- Code 39 unterstützt Großbuchstaben, Zahlen und eine begrenzte Auswahl an Satzzeichen. Er wird häufig für Inventaretiketten und interne Referenzen verwendet.
- Code 128 kann Buchstaben, Zahlen, Satzzeichen und Steuerzeichen darstellen. Auf Logistiketiketten wird er häufig für Versand- oder Sendungsnummern eingesetzt.
- GS1-128 kombiniert Daten mit Anwendungsidentifikatoren, die Bedeutungen wie Chargennummer, Ablaufdatum oder Gewicht angeben.
- ITF ist ein numerisches Format, das häufig auf Kartons und Verpackungen zu finden ist.
Zweidimensionale Barcodes können mehr Daten speichern als herkömmliche lineare Barcodes. QR-Codes enthalten häufig URLs, Zugangsdaten für WLAN-Netzwerke, Kontaktkarten und einfachen Text. Handelt es sich bei dem Bild ausdrücklich um einen QR-Code, ist der QR-Code-Leser das geeignetere Tool.

Wie lese ich einen Barcode aus einem Screenshot oder Foto aus?
Wähle den Screenshot oder das Foto im Feld Barcode-Bild aus. Den ausgelesenen Inhalt findest du anschließend im Ergebnisfeld Daten.
Das Barcode-Bild wird vollständig in deinem Browser verarbeitet und niemals auf einen Server hochgeladen. Das gilt für Screenshots, Fotos und andere Bilder, die du auf deinem Gerät auswählst.
- Speichere das Bild oder nimm ein scharfes Foto des Barcodes auf.
- Wähle auf einem Desktop-PC oder Laptop die gespeicherte Datei im Feld Barcode-Bild aus. Ein Screenshot, der eng um das Etikett zugeschnitten ist, lässt sich in der Regel leichter decodieren als eine Aufnahme des gesamten Bildschirms.
- Wähle auf einem Smartphone das Bild über dasselbe Feld aus der Fotomediathek oder den Dateien des Geräts aus.
- Prüfe den unter Daten angezeigten Wert. Behalte führende Nullen bei, wenn es sich beim Ergebnis um eine Konto-, Produkt- oder Sendungsnummer handelt.

Der Barcode muss vollständig im Bild zu sehen sein, einschließlich des freien Bereichs um ihn herum. Halte das Smartphone beim Fotografieren parallel zum Etikett und vermeide Spiegelungen auf glänzenden Verpackungen. Eine gute Schärfe und gleichmäßige Beleuchtung sind wichtiger als eine besonders große Datei.
Warum lässt sich ein Barcode-Bild nicht decodieren?
Das Decodieren eines Barcodes kann fehlschlagen, wenn das Bild unscharf, beschnitten, beschädigt, zu klein oder schlecht beleuchtet ist. Barcode-Lesegeräte müssen die Striche oder Zellen und deren Abstände präzise voneinander unterscheiden können.
- Unschärfe oder Kamerabewegungen lassen schmale Striche miteinander verschmelzen. Nimm das Foto bei hellerem Licht erneut auf und halte die Kamera ruhig.
- Beschneiden kann die vom Barcode-Format benötigten Start-, Stopp- oder Ruhezonen entfernen. Lass an allen Seiten einen freien Rand stehen.
- Spiegelungen verdecken Teile von Etiketten auf Kunststoff, Folie oder glänzendem Karton. Ändere den Aufnahmewinkel, statt direkt zu blitzen.
- Perspektivische Verzerrung lässt ein Ende des Barcodes schmaler erscheinen als das andere. Fotografiere das Etikett gerade von vorn.
- Physische Schäden können Striche verdecken und eine gültige Decodierung verhindern. Ein zerrissener, zerkratzter oder stark geknickter linearer Barcode lässt sich unter Umständen nicht wiederherstellen.
- Geringer Kontrast erschwert es, die Striche vom Hintergrund zu unterscheiden. Verwende möglichst das Originalbild und keine komprimierte Kopie aus einem Messenger-Dienst.
Kein Barcode-Lesegerät kann garantieren, dass sich jeder Barcode aus jedem Bild wiederherstellen lässt. Ist die aufgedruckte Nummer unter einem Einzelhandelsbarcode lesbar, kannst du sie alternativ direkt in das entsprechende Produktsystem eingeben.
Ausgelesene Daten sicher verwenden
Das Ergebnis ist der decodierte Nutzinhalt des Barcodes. Ein gültiges EAN-13-Symbol, das 5012345678900 codiert, gibt beispielsweise genau diese 13-stellige Produktkennung aus. Ein Code-128-Etikett mit dem codierten Wert BOX-17/A gibt dieselben Buchstaben, Zahlen, den Bindestrich und den Schrägstrich aus.
Leerzeichen, Satzzeichen und Buchstaben sind nur möglich, wenn das verwendete Barcode-Format sie unterstützt. Zeichen mit Akzenten oder Zeichen aus nicht lateinischen Schriften benötigen eine Codierung und einen Barcode-Typ, die diese Zeichen darstellen können. Rein numerische Formate können nicht unterstützten Text nicht erhalten. Sehr lange Inhalte führen außerdem zu dichteren oder größeren Symbolen, die sich schwieriger scharf fotografieren lassen.
Behandle eine decodierte URL als nicht vertrauenswürdig, bis du sie geprüft hast. Ein Barcode kann auf jede beliebige Website verweisen, darunter auch auf eine irreführende Anmeldeseite oder einen unerwünschten Download. Kontrolliere vor dem Öffnen der Adresse den vollständigen Domainnamen. Das gilt besonders für Lieferbenachrichtigungen, Parkschilder und Zahlungsaufkleber, die ausgetauscht worden sein könnten.
Eine Produktnummer ist noch keine Produktbeschreibung. Du benötigst Zugriff auf die Datenbank des Händlers, des Herstellers oder eine mit GS1 verknüpfte Datenbank, um aus der Kennung einen Namen oder einen Lagerbestand zu ermitteln.
Welches Tool eignet sich für QR-Codes und Foto-Metadaten?
Verwende den QR-Code-Leser für quadratische QR-Symbole. Wenn du statt gedruckter Bildinhalte die von einer Kamera gespeicherten Informationen auslesen möchtest, nutze den Exif-Leser.
Der Nutzinhalt eines QR-Codes kann eine Webadresse, den Namen und das Passwort eines WLAN-Netzwerks, eine Telefonnummer, eine E-Mail-Adresse oder einen vCard-Kontakt umfassen. Diese Daten sind im sichtbaren QR-Muster codiert. Exif-Metadaten gehören dagegen zur Bilddatei und können das Kameramodell, Aufnahmeeinstellungen, das Datum und, sofern vom Gerät aufgezeichnet, Standortkoordinaten enthalten.
Ein Foto eines Barcodes kann daher zwei getrennte Arten von Informationen enthalten. Der Barcode besitzt seinen eigenen Nutzinhalt, während die Bilddatei Kamera-Metadaten enthalten kann. Das Auslesen der einen Informationsart legt die andere nicht automatisch offen. Screenshots enthalten zudem häufig nur wenige oder gar keine nützlichen Exif-Informationen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich am Barcode den Preis eines Produkts erkennen?
Nein. Ein Barcode im Einzelhandel enthält normalerweise eine Produktkennung, während der Preis im Kassen- oder Warenwirtschaftssystem des Händlers gespeichert ist. Dieselbe Produktnummer kann deshalb in verschiedenen Geschäften oder zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Preise haben.
Sind führende Nullen in einem Barcode wichtig?
Ja, führende Nullen sind Bestandteil vieler Barcode-Kennungen und müssen beibehalten werden. Tabellenkalkulationsprogramme entfernen sie möglicherweise, wenn sie das Ergebnis als Zahl behandeln. Formatiere die Zielspalte deshalb vor dem Einfügen oder Importieren der Werte als Text.
Kann ein Barcode ablaufen?
Das gedruckte Symbol selbst läuft nicht ab. Eine verknüpfte Webseite kann jedoch entfernt werden, ein Gutschein kann sein Gültigkeitsdatum überschreiten und eine Kennung kann im ausstellenden System deaktiviert werden.
Zeigt das EAN-Präfix, in welchem Land ein Produkt hergestellt wurde?
Nicht zuverlässig. Das Präfix kennzeichnet die GS1-Mitgliedsorganisation, die das Unternehmenspräfix vergeben hat. Daraus lässt sich nicht zwingend das Herstellungsland ableiten. Informationen zur Herkunft findest du auf der Verpackung oder in den Unterlagen des Herstellers.
Kann ich einen Barcode-Screenshot vor dem Auslesen verbessern?
Schneide nicht benötigte Bildschirminhalte weg, aber lass um den gesamten Barcode einen gut sichtbaren Rand frei. Vermeide starkes Nachschärfen, Filter und wiederholtes Speichern als JPEG, da sich dadurch die Strichbreiten verändern und Kompressionsartefakte entstehen können. Verwende nach Möglichkeit den ursprünglichen Screenshot und vergleiche die ausgelesenen Zeichen mit einer eventuell neben dem Code aufgedruckten, direkt lesbaren Nummer.
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