QR-Code-Speisekarten für die Gastronomie ohne Neudruck

18 September, 2026 • Kurzlinks und QR-Codes • 11 Aufrufe • 6 Minuten gelesen

QR-Code auf einem Cafétisch öffnet eine Speisekarte auf dem Smartphone

So bündelst du Speisekarte, Reservierung, Bewertungen und Bestellungen hinter einem QR-Code, der auch nach Änderungen zuverlässig funktioniert.

QR-Code-Speisekarten waren 2020 zunächst eine Übergangslösung und sind dann geblieben. Schließlich ist es praktisch, eine Speisekarte an einem Dienstagnachmittag ändern zu können, ohne alles neu drucken zu müssen. Ärgerlich sind vor allem hastig umgesetzte Varianten: Der Code führt direkt zu einer PDF-Datei, die inzwischen verschoben wurde, ist auf einer laminierten Karte zu klein gedruckt oder spiegelt im Licht. Dieser Leitfaden zeigt eine durchdachte Lösung für Kneipen, Cafés und Restaurants, in denen sich eine Person um die Verwaltung kümmert.

Was hinter den QR-Code gehört

Der Code sollte eine kleine Seite öffnen, kein Dokument. Eine Bio-Link-Seite bei Digily Link eignet sich dafür gut, weil sie für Smartphones ausgelegt ist und sich im Browser bearbeiten lässt. Für einen Gastronomiebetrieb bieten sich folgende Blöcke an:

  • Die Speisekarte. Im kostenlosen Tarif kannst du einen Bildblock mit einem gut lesbaren Foto oder Export der Speisekarte verwenden. Im Pro-Tarif steht ein PDF-Block zur Verfügung. Alternativ setzt du einen Button zur Speisekarte auf deiner Website. Für die Getränkekarte empfiehlt sich ein eigener Button.
  • Die Tagesangebote. Ein kurzer Absatzblock, den du in zehn Sekunden aktualisieren kannst.
  • Tisch reservieren. Ein Button zu dem Reservierungssystem, das du verwendest.
  • Bestellen und bezahlen. Wenn du einen Anbieter für Bestellungen am Tisch nutzt, verlinkst du ihn über einen Button. Andernfalls lässt du diesen Punkt weg. Ein QR-Code, der nur die Speisekarte öffnet, ist trotzdem nützlich.
  • Bewertung abgeben. Ein Button zu deinem Google-Bewertungslink. Gäste schreiben besonders häufig eine Bewertung, wenn sie gerade gegessen haben.
  • Allergene. Ein Button oder Bild mit den Allergeninformationen erspart dem Personal an jedem Tisch ein zusätzliches Gespräch.
  • Öffnungszeiten und Social-Media-Symbole. Der Block für Geschäftszeiten ist im kostenlosen Tarif enthalten und zeigt auf einen Blick die heutigen Öffnungszeiten.

Der kostenlose Tarif erlaubt 15 Blöcke pro Seite. Das ist mehr, als ein Gastronomiebetrieb normalerweise benötigt. Der Aufbau aus dem Leitfaden zu Link-in-Bio-Seiten für kleine Unternehmen eignet sich auch hierfür.

Verlinke den QR-Code mit einem Kurzlink, nicht mit der Datei

Ein QR-Code ist nichts anderes als eine Möglichkeit, eine Webadresse mit der Kamera einzugeben. Führt diese Adresse direkt zur PDF-Datei, funktioniert der Code nicht mehr, sobald die Datei umbenannt oder ersetzt wird. Verweist der Code dagegen auf einen Digily Link Kurzlink, bleibt er unverändert und du kannst das Ziel jederzeit bearbeiten. Heute führt er zur normalen Speisekarte, im Dezember zum Weihnachtsmenü und sonntags zur Sonntagskarte. Der Aufkleber auf dem Tisch muss dafür nie ausgetauscht werden.

Kurzlinks zählen außerdem die Aufrufe. Erstelle einen Kurzlink für die Tischaufkleber, einen für das Schaufenster und einen für den Flyer in der Tourist-Info. In den Statistiken siehst du anschließend, welcher der drei seinen Platz verdient. Die Aufrufe werden ohne Tracking-Cookie erfasst, deshalb musst du der Seite nichts hinzufügen.

So richtest du alles an einem Nachmittag ein

  1. Erstelle ein kostenloses Konto und baue die Seite mit den oben genannten Blöcken auf. Verarbeite Fotos der Speisekarte zuerst mit dem Bildoptimierer, damit sie auch über mobile Daten schnell laden.
  2. Erstelle einen Kurzlink, der auf die Seite verweist. Nutze dafür eine Domain wie debio.link oder short.bi und einen Slug wie /speisekarte.
  3. Öffne den QR-Code-Generator, wähle den Typ URL und füge den Kurzlink ein. Ergänze dein Logo, lege die Farben fest und wähle einen Rahmen mit dem Text "Für die Speisekarte scannen". Lade die SVG-Datei für die Druckerei und eine PNG-Datei für Bildschirme herunter.
  4. Scanne den Code zunächst mit zwei Smartphones vom Bildschirm und danach von einem Probedruck. Mit dem QR-Code-Leser kannst du genau prüfen, welche Adresse ein Code enthält, falls du verschiedene Versionen nicht mehr auseinanderhalten kannst.
  5. Lass die Codes drucken, platziere sie und prüfe nach dem ersten Wochenende die Statistiken.

Worauf es bei Druck und Platzierung ankommt

  • Größe. Auf einer Tischkarte sollte der Code mindestens 25 mm breit und hoch sein. Für ein Schaufenster oder einen Kundenstopper muss er größer ausfallen, weil Gäste ihn aus größerer Entfernung scannen.
  • Freie Randzone. Lass um den Code einen freien Rand, der ungefähr der Breite von zwei seiner kleinen Quadrate entspricht. Codes, die an einen Rahmen stoßen oder auf einem unruhigen Foto liegen, lassen sich häufiger nicht scannen als kleine Codes.
  • Kontrast und Spiegelungen. Verwende einen dunklen Code auf hellem Hintergrund. Eine matte Laminierung ist besser als eine glänzende, weil sich sonst die Beleuchtung direkt in der Kamera spiegelt.
  • Höhe. Bringe einen Code an der Wand auf Augenhöhe sitzender Gäste an, nicht über dem Tresen, wo ihn niemand erreichen kann.
  • Ein kurzer Hinweis. Der Text "Für die Speisekarte scannen" neben dem Code macht sofort deutlich, wofür er gedacht ist.
  • Halte einige gedruckte Speisekarten bereit. Manche Gäste bevorzugen Papier, bei anderen ist der Smartphone-Akku leer. Dieser Service kostet nur wenig.

Weitere QR-Codes, die sich lohnen

  • WLAN. Der Generator bietet den Typ Wi-Fi. Beim Scannen verbindet sich das Smartphone mit dem Gästenetzwerk, sodass das Personal das Passwort nicht mehr buchstabieren muss.
  • Reservierungen über WhatsApp. Ein mit dem WhatsApp-Link-Generator erstellter Code öffnet einen Chat, in dem bereits "Hallo, ich möchte einen Tisch reservieren für" steht.
  • Bewertungen an der Kasse. Platziere dort, wo Gäste auf das Bezahlen warten, einen Code, der direkt zu deiner Google-Bewertungsseite führt.
  • Veranstaltungen und geschlossene Gesellschaften. Mit einem vCard-Code können Organisatoren die Telefonnummer der zuständigen Person speichern. Wie das funktioniert, erklärt der Leitfaden zu vCard-QR-Codes.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich ein Bestellsystem für eine QR-Code-Speisekarte?

Nein. Ein Code, der die Speisekarte, den Reservierungsbutton und den Bewertungslink öffnet, übernimmt bereits den größten Teil der Arbeit. Wenn du einen passenden Anbieter gefunden hast, kannst du die Bestellfunktion später mit einem einzigen Button ergänzen.

Kann ich die Speisekarte ändern, ohne den QR-Code neu zu drucken?

Ja, sofern der Code auf einen Kurzlink oder direkt auf die Seite verweist. Du kannst die Seite bearbeiten oder das Ziel ändern, während der gedruckte Code weiterhin funktioniert.

Kann ich sehen, wie oft der QR-Code gescannt wurde?

Jeder Aufruf eines QR-Codes, der auf einen Kurzlink verweist, wird zusammen mit Gerät, Zeitpunkt und Referrer gezählt. Bei einem Code, der direkt zu einer Datei führt, ist diese Erfassung nicht möglich.

Reicht der kostenlose Tarif für einen Gastronomiebetrieb?

Ja. Er umfasst fünf Seiten, 50 Kurzlinks und 20 QR-Codes ohne Werbung. Starter für £2 pro Monat bietet zusätzlich deine eigene Domain, ein entfernbares Branding und 100 QR-Codes, falls du mehrere Standorte hast. Die aktuellen Limits findest du auf der Tarifseite.

Was ist mit Gästen ohne Smartphone?

Halte gedruckte Speisekarten am Tresen bereit und weise auf der Tischkarte darauf hin. Der QR-Code ist eine Ergänzung, kein Ersatz.

Abschließende Kontrolle

  • Der Code verweist auf einen Kurzlink oder die Seite, niemals direkt auf eine Datei.
  • Speisekarte, Tagesangebote, Reservierung, Bewertungen und Allergeninformationen sind auf der Seite vorhanden und aktuell.
  • Der gedruckte Code ist mindestens 25 mm groß, hat einen freien Rand und eine matte Oberfläche.
  • Du hast vor dem Druckauftrag einen Probedruck mit zwei Smartphones gescannt.
  • Einige gedruckte Speisekarten sind weiterhin verfügbar.
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