Erweiterte Link-Weiterleitung nach Land, Gerät und Sprache

18 September, 2026 • Kurzlinks und QR-Codes • 17 Aufrufe • 5 Minuten gelesen

Ein Kurzlink verzweigt nach Land und Gerät zu verschiedenen Zielen

Ein Kurzlink führt Besucher je nach Land, Stadt, Gerät, Browser, Sprache oder Betriebssystem ans passende Ziel und ermöglicht auch A/B-Tests.

Ein Link in einer Bio, auf einem Plakat oder in einer Anzeige wird von ganz unterschiedlichen Menschen angetippt. Manche sind in Österreich, andere in Leipzig, manche nutzen ein iPhone, andere sitzen am Schreibtisch, manche lesen Französisch und andere nicht. Wenn alle auf derselben Seite landen, passt das Ziel für viele nur bedingt. Mit Targeting-Regeln für einen Kurzlink lässt sich das ohne Programmierung ändern. Die Adresse bleibt gleich, das Ziel wird erst beim Antippen ausgewählt.

Welche Merkmale eine Targeting-Regel prüfen kann

Jeder Kurzlink bei Digily Link hat ein Standardziel und optional eine Liste von Regeln. Jede Regel verknüpft eine Bedingung mit einer anderen URL. Es gilt die erste passende Regel. Als Bedingungen stehen Kontinent, Land, Stadt, Gerätetyp (Mobilgerät, Desktop oder Tablet), Browser, Browsersprache und Betriebssystem zur Verfügung. Außerdem gibt es zwei Möglichkeiten, den Traffic aufzuteilen, ohne Merkmale der Besucher zu berücksichtigen. Bei der Rotation werden die Aufrufe gleichmäßig auf mehrere URLs verteilt. Mit prozentualen Wahrscheinlichkeiten legst du die Verteilung selbst fest, zum Beispiel 80 Prozent für die aktuelle Seite und 20 Prozent für eine Testseite. Targeting ist in jedem Tarif enthalten, auch in Free.

Sechs Situationen, in denen sich Targeting lohnt

App-Downloads nach Betriebssystem

Ein einziger Link öffnet auf dem iPhone den App Store, unter Android Google Play und auf dem Desktop eine Landingpage. Das ist der häufigste Einsatzbereich und macht eine vorgeschaltete Seite zur Auswahl der Plattform überflüssig.

Shops für mehrere Länder

Besucher aus Deutschland landen im Shop mit Euro-Preisen, Besucher aus der Schweiz in der passenden Länderversion und alle anderen auf der internationalen Seite. Mit derselben Regel lassen sich Kunden aus der EU von einer Seite fernhalten, die nicht in ihr Land liefern kann.

Sprache

Leite Besucher zu der Seitenversion weiter, die ihrer Browsersprache entspricht. Wenn du Inhalte auf Deutsch und Englisch oder auf Deutsch und Polnisch veröffentlichst, erreichst du beide Zielgruppen mit einem einzigen gedruckten Link.

Mobilgerät und Desktop

Ein langes Formular funktioniert auf einem Laptop gut, ist auf einem Smartphone aber mühsam. Schicke mobile Besucher zu einem kurzen Formular, einem WhatsApp-Chat oder einer App und Desktop-Besucher zur vollständigen Seite.

Unternehmen mit mehreren Standorten

Mit Stadt-Targeting gelangen Besucher aus Hamburg zur Hamburger Filialseite und Besucher aus München zur Münchner Seite, während auf dem bundesweiten Flyer nur ein einziger QR-Code steht. Die Stadt wird anhand der Netzwerkadresse geschätzt. Verlass dich deshalb auf diese Angabe als guten Hinweis, nicht als Garantie.

A/B-Tests

Lege zwei Versionen einer Landingpage per Rotation hinter denselben Link, warte einige Hundert Klicks ab und vergleiche die Ergebnisse. Gib jeder Version mit dem UTM-Link-Generator eigene UTM-Parameter, damit sie in deinen Analysedaten getrennt erscheinen.

Schritt für Schritt einrichten

  1. Erstelle im Dashboard einen Kurzlink mit dem Ziel, das die meisten Besucher sehen sollen. Das ist das Standardziel.
  2. Öffne die Einstellungen des Links und rufe Targeting auf. Wähle die Art des Targetings aus, zum Beispiel Land.
  3. Füge für jede Zielgruppe eine Regel hinzu. Eine Regel besteht aus einem Wert, etwa AT für Österreich, und der URL, die diese Besucher erhalten sollen. Du kannst beliebig viele Regeln hinzufügen.
  4. Speichere deine Einstellungen und teste sie anschließend. Ändere deine Browsersprache, verwende ein anderes Gerät oder bitte jemanden im Ausland, den Link anzutippen. Der URL-Weiterleitungsprüfer zeigt die Weiterleitung von seinem eigenen Standort aus. Der Benutzeragenten-Parser zeigt, welche Angaben dein Gerät über sich selbst übermittelt.

Die Regeln werden vor der Weiterleitung auf dem Server von Digily Link ausgewertet. Besucher sehen daher keine Auswahlseite, und der Kurzlink bleibt überall identisch, ganz gleich, wo er gedruckt oder veröffentlicht wird. Auf der Seite zu Kurzlinks findest du weitere Einstellungen, die neben dem Targeting verfügbar sind.

Einstellungen, die sich gut mit Targeting kombinieren lassen

  • App-Linking. Das Targeting entscheidet, welche Seite geöffnet wird. App-Linking bestimmt, ob sie in der App erscheint. Ein YouTube-Ziel mit der Option "App auf Mobilgeräten automatisch öffnen" und einer Betriebssystemregel für die Downloadseite ist eine häufige Kombination. Erfahre, was Deep Linking ist.
  • UTM-Parameter. Ergänze bei jedem Ziel Quelle, Medium und Kampagne, damit deine Analysedaten die gezielt weitergeleiteten Besuche unterscheiden können.
  • Zeitplanung und Klicklimits. In den Tarifen Starter und Pro kann ein Link zu festgelegten Terminen aktiviert und deaktiviert werden. Alternativ endet er nach einer bestimmten Anzahl von Klicks und leitet spätere Besucher zu einer Ablauf-URL weiter.
  • Splashpage. Eine kurze Seite im eigenen Markendesign vor dem eigentlichen Ziel. Das ist besonders praktisch, wenn die Zielseite nicht dir gehört.
  • Eigene Domain. In Starter und Pro kann der zielgerichtete Link unter go.yourbrand.de/angebot liegen. In der Dokumentation zu eigenen Domains sind die DNS-Einträge aufgeführt.

Ergebnisse auswerten

Die Link-Statistiken schlüsseln Klicks nach Land, Stadt, Gerät, Browser, Betriebssystem und Sprache auf. So erkennst du, welche Regeln tatsächlich angewendet wurden und ob die erwartete Zielgruppe überhaupt vorhanden ist. Wenn eine Länderregel nur zehn Besuche pro Monat erfasst, lohnt es sich möglicherweise nicht, dafür eine eigene Seite zu pflegen. Die Statistiken werden ohne Tracking-Cookie erfasst, deshalb musst du den Zielseiten nichts hinzufügen.

Häufig gestellte Fragen

Bemerken Besucher die Weiterleitung?

Nein. Die Weiterleitung erfolgt in einem Bruchteil einer Sekunde auf dem Server. Besucher erreichen das ausgewählte Ziel so, als hätten sie es direkt angetippt.

Wie genau ist das Standort-Targeting?

Die Erkennung des Landes ist zuverlässig. Die Stadt wird anhand des Netzwerks geschätzt, das die Person nutzt. Besonders bei Mobilfunknetzen kann deshalb ein falscher Ort angezeigt werden. Nutze Stadtregeln als praktische Hilfe, aber nicht für Anwendungen, bei denen der Standort exakt stimmen muss.

Was passiert, wenn keine Regel passt?

Der Besucher wird zum Standardziel weitergeleitet. Lege immer ein sinnvolles Standardziel fest, denn diese Seite sieht der größte Teil der Welt.

Kann ich Targeting auf einer Bio-Link-Seite verwenden?

Targeting gehört zu Kurzlinks. Erstelle zuerst den zielgerichteten Kurzlink und verwende ihn dann als Ziel eines Buttons auf der Seite. Der Button verhält sich für alle gleich, während der Kurzlink die Weiterleitung steuert.

Funktioniert Targeting auch mit QR-Codes?

Ja. Erstelle den QR-Code aus dem Kurzlink und nicht aus der Zieladresse. Der Code bleibt unverändert, während du die dahinterliegenden Regeln jederzeit ändern kannst.

Abschließende Kontrollen

  • Das Standardziel ist die Seite, die die meisten Besucher sehen sollen.
  • Jede Regel wurde mit einem dazu passenden Gerät oder von einem passenden Standort aus getestet.
  • Die Ziele enthalten UTM-Parameter, damit sich die Besuche später unterscheiden lassen.
  • QR-Codes und Drucksachen verwenden den Kurzlink, nicht die Zieladresse.
  • Du hast die Statistiken mindestens einmal geprüft, um sicherzugehen, dass die Regeln angewendet werden.
0 von 0 Bewertungen